Die Ursache ist ein absoluter Insulinmangel (Typ I) oder ein relativer Insulinmangel (Typ II). Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas, in den Betazellen) gebildet wird und von dort in den Organismus gelangt. Dieses Hormon hat vielfältige Aufgaben im Rahmen des Stoffwechsels. Die wichtigste ist die Senkung des Blutzuckers. Das Insulin macht die Zellwand der Körperzellen für Glukose (vom menschlichen Organismus aus der Nahrung gewonnener Zucker) durchlässig. In der Zelle angelangt, wird die Glukose sofort verbrannt. Dieser Prozeß liefert dem Körper die notwendige Energie zum Leben.
Nicht nur Diabetiker haben Zucker im Blut. Jeder Mensch braucht im Blut einen gewissen Zuckergehalt.
Normalerweise liegt der Blutzuckerspiegel nüchtern (vor dem Essen) unter 100mg/dl bzw. unter 5,55 mmol/l Blut, postprandial (pp, nach dem Essen) ist der Blutzuckeranstieg bis unter 140 mg/dl bzw. bis unter 7,77 mmol/l Blut.
| Insulinbedarf | insulinabhängig | insulinunabhängig |
Manifestationsalter |
Kindheit, Jugendalter |
mittleres bis späteres Alter, meistens über dem 40. Lebensjahr |
Erbliche Veranlagung | schwach ausgeprägt | stark ausgeprägt |
Gewicht |
Normal- oder Untergewicht |
ohne Übergewicht: Typ IIa mit Übergewicht: Typ IIb |
Insulinempfindlichkeit | deutlich ausgeprägt | gering ausgeprägt |
Ansprechbarkeit auf Sulfonylharnstoffe |
keine |
gute |
Blutzuckerschwankungen | große | relativ konstant |
Ursachen |
erbliche Veranlagung, Virusinfektionen, Umwelteinflüsse |
Übergewicht, Alter, Lebensweise, Alkohol, Schwangerschaft |
Behandlung |
Insulin |
Gewichtsreduktion, Sulfonylharnstoffe, Insulin |
Beginn der Erkrankung |
oft plötzlich, Bauchspeichel- drüse produziert viel zu wenig oder gar kein Insulin mehr |
Entwicklung schleichend: steigendes Körpergewicht führt zu steigendem Insulinbedarf. Mögliche Folge: Überforderung der insulinbildenden Zellen |
Folgeschäden des Diabetes sind:
Makroangiopathien (makro=groß)an den großen und mittleren Arterien. Diese sind gleichzusetzen mit der Arteriosklerose, wie sie auch bei Nichtdiabetikern auftritt. Begünstigende Risikofaktoren sind: Rauchen, Übergewicht, erhöhte Blutfette sowie hoher Blutdruck. Folgen davon sind Durchblutungsstörungen, insbesondere:
Mikroangiopathien (mikro=klein ) an den kleinsten Gefäßen (Kapillaren). Darunter versteht man Veränderungen und dadurch bedingte Durchblutungsstörungen an den kleinsten Blutgefäßen. Diese treten sehr häufig bei Diabetikern auf. Besonders betroffen sind:
Die Behandlung des Diabetes und seinen Folgeschäden erfolgt ausschließlich durch den Arzt. Für eine erfolgreiche Therapie ist die Mitarbeit des Patienten unbedingt notwendig. Hierbei stehen wir als Apothekenmitarbeiter an Ihrer Seite.